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Tiergestützte Interventionen in Dresden: Kinderseelen

 

 

Ein Kind will einen Beitrag zum Ganzen leisten, den so kein anderer Mensch leisten kann,

weil so kein anderer Mensch denkt, fühlt, spricht und sich in der Welt bewegt.

 

 

Die wirksamste Hilfe ist die vollständige Annahme des Kindes

Bei der Entstehung ambivalenter Seelenverfassungen - wie Angst-, Traurigkeits- oder Unzufriedenheitszustände- spielen konstitutionelle oder funktionelle Einseitigkeiten eine größere Rolle als alles Geistig-Seelische.

Kinderseelen haben oft eine gewisse Angst und Furcht bei Geburt in das Leben einzutreten - aufgrund vorgeburtliches Erschrecken- .

Diese "Inkarnationserschwernisse" schlagen sich seelisch-leiblich nieder in der Gemütslage, im Verhalten und im Organischen bzw. in der Art, wie sich das ICH leiblich aktualisiert - und zwar bei jedem betroffenen Kind anders. Die Kinder sind tief verunsichert und "seelenpflegebedürftig".

Das Seelenleben der Kinder darf weder diagnostisch, noch pädagogisch-therapeutisch vernachlässigt werden. Was sich in Seelenuntergründen abspielt, durchwebt die gesamte Leiblichkeit - Körpergefühl und Seelenheil.

Die existenziell verunsicherten Kinder brauchen Hilfe, um richtig atmen zu können - körperlich und seelisch. Der wichtigste Heilfaktor bei allen Unterstützungen der Kinder ist eine wahrhaft vertrauensvolle, achtsame Beziehung. Dies wird leider heute noch sträflich, auch in unseren Kreisen, unterschätzt.

 

Diese Kinder möchten nur, dass wir ihnen zuhören und sie so sehen, wie sie sind.

 

Kleine Kinder sind existenziell auf verlässliche Bindungen angewiesen. Die Kehrseite der Medaille ist das Autonomiestreben. Auch dabei müssen wir den Kindern helfen. Sie brauchen sicheres, zustimmendes Geleit bei ihren Schritten in die Unabhängigkeit.

Aus seinem eingeborenen Freiheitsdrang spricht das menschliche Wesen: "Ich will nicht einfach verbunden sein, sondern aktive Bindungen eingehen. Ich will nicht zu Hilfsbereitschaft und Kooperation genötigt sein, sondern meine Hilfe und Kooperation anbieten. Ich will mich als Schenkenden erfahren."

 

 

Bindungsqualitäten:

  1. Sichere Bindung

Ein sicher gebundenes Kind hat die Erfahrung gemacht, dass auf seine Bedürfnisse eingegangen wird und Konflikte gelöst werden.

 

  1. Unsicher vermeidende Bindung

Unsicher vermeidend agiert ein Kind, wenn es auf Gefühlsäußerungen Zurückweisung erfahren hat und daher eher in die Vermeidung geht, als erneut verletzt zu werden. Es hat gelernt, dass es am ehesten Aufmerksamkeit erhält, wenn es funktioniert. Der Zugang zu seiner eigenen und deren anderer Gefühlswelt ist erschwert.

 

  1. Unsicher ambivalente Bindung

Ein unsicher ambivalent gebundenes Kind hat sowohl Zuwendung als auch starke Zurückweisung von seiner Bindungsperson erfahren. Es fällt ihm schwer klare Grenzen in Beziehungen zu spüren und Vertrauen aufzubauen.

 

  1. Desorganisierte Bindung

Durch Gewalterfahrungen und Traumatisierungen im Kindesalter kann sich über eine der oben genannten Bindungsformen auch eine Desorganisation legen. Diese Kinder mussten erleben, dass mit der Person, die für ihren Schutz Sorge tragen soll, gleichzeitig auch eine Gefährdung einhergeht.
Diese Diskrepanz ist auch auf neuronaler Ebene schwer zu verarbeiten, so dass damit psychische Störungen einhergehen können.

 

 

Die positiven Effekte des Tieres verknüpft mit der professionellen Intervention können es dem Menschen ermöglichen, neue Handlungsmuster und Beziehungsstrukturen aufzubauen.
Der „Co-Therapeut Tier“ gibt unsicher gebundenen Menschen die Möglichkeit sie zu einer Neustrukturierung und Umbewertung sozialer Interaktionen zu befähigen.
Pädagogische oder therapeutische Interventionen werden durch die Aktivierung primärer Bindungsstrategien zu einem Tier signifikant unterstützt und verbessert.

 

 

Konsequenzen für eine gegenwartsorientierte Pädagogik:

  • Wir müssen verstärkt dafür sorgen, dass Kinder auch Kinder sein dürfen.
  • Eine verantwortungsvolle Pädagogik muss sich der spezifischen Alterstufe der Kinder zuwenden und darf nicht darauf ausgerichtet sein, ihre Gegenwart der Zukunft zu opfern.
  • Die Vorstellung von einem möglichst "frühzeitig perfekten Kind" muss aufgegeben werden, weil Kindheit darauf aufbaut, dass Fehler gemacht werden dürfen, aus denen gelernt werden kann.
  • Kinder brauchen Vorbilder, an denen sie sich orientieren können.
  • Sie brauchen statt einer verstärkten Konsumausrichtung "Seelenproviant", der ihnen hilft, ein stabiles Persönlichkeitsfundament aufzubauen.
  • Kinder brauchen vorallem das Gefühl von Sicherheit.
  • Sie brauchen feste Bindungen und zuverlässige Beziehungen, damit sie sich auch bei Rückschritten mit Zuversicht und Engagement den täglichen Herausforderungen stellen können.
  • Sie brauchen zur Wahrnehmung, Festigung und Verarbeitung ihrer Erfahrungen ausreichend Zeit, um Sinnzusammenhänge und deren Konsequenzen zu verstehen.
  • Sie sind auf ein stabiles Selbstbewußtsein angewiesen, um mit zunehmendem Alter selbständig, handlungsaktiv, anstrengungsbereit und lernfreudig alltägliche Aufgaben übernehmen zu können.

 

 

"Für die Empfindung des eigenen ICH muss der Mensch seinen eigenen Leib empfinden und mit ihm umgehen können."

 

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